FAQs Glasfaser

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Glasfaser?

Eine Glasfaser – auch Lichtwellenleiter (LWL) genannt – wird meist aus Quarzglas hergestellt, und typischerweise zu Glasfaserkabeln (Lichtwellenleitre-Kabel, LWL-Kabel) gebündelt.

Dünner als ein menschliches Haar, ist die Glasfaser als Rückrat der weltweiten Kommunikationsstruktur kaum mehr wegzudenken. Und Ihr Potential ist gewaltig. Annähernd den gesamten Datenverkehr unserer Republik könnte man über eine einzelne Faser transportieren.

Doch die Vorteile der Glasfaser sind nicht nur die kompakten Abmessungen. Unempfindlich gegen elektromagnetische Störungen können Lichtimpulse in kürzester Zeit auch große Distanzen überwinden.

Die Glasfaser kann somit zu Recht als Kommunikationsader für die „Datenautobahn“ der Gegenwart und Zukunft bezeichnet werden.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Wieso ist der Glasfaser-Breitbandausbau notwendig?

Um den rasant steigenden Bedarf an schnellen und zuverlässigen Kommunikationsverbindungen annähernd abzudecken, werden die digitalen Kommunikationsnetze laufend erweitert.

Bei den kabelgebundenen Kommunikationsnetzen könnte das Potential der klassischen Kupferverkabelung in naher Zukunft ausgeschöpft sein. Die Bereitstellung hoher Übertragungsgeschwindigkeiten auf den meist langen Übertragungsstrecken stößt an ihre Grenzen.

Für Hauptverbindungen und in Ballungszentren wird sie daher schon lange eingesetzt - Die Glasfaser.

Die Anstrengungen der Zukunft liegen daher im flächendeckenden Ausbau der Glasfaser – ein wichtiger Standortfaktor für Privat und Gewerbe im ländlichen Raum.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Wie ist die Ausgangssituation für den Glasfaser-Breitbandausbau in Österreich?

Während Japan einen Spitzenwert von knapp 73% erreicht, liegt Österreich und Deutschland im Vergleich aller OECD-Länder mit einem rd. 1,5-%-igen Anteil an Glasfaseranschlüssen (bezogen auf alle stationären Breitbandanschlüsse) im Schlussfeld. Europäischer Spitzenreiter ist Schweden mit rd. 46%. (Quelle: statista.com, Datenstand: Juni 2015).

Auch bei der Durchdringung mit mobilen Breitbandanschlüssen liegt Österreich (knapp vor Deutschland) im letzten Drittel aller OECD-Staaten, und somit deutlich unter dem Durchschnitt. (Quelle: OECD, Datenstand: Juni 2015)

Die statischen Daten der RTR-Netztests zeigen in den erzielten Downloadraten (Mobilfunk und Festnetz) eine deutliche Ausprägung von „Datenautobahnen“ außerhalb der Ballungszentren. Die Testergebnisse stammen von Benutzern des „RTR-NetzTest“ im Zeitraum von September 2015 bis Jänner 2016 repräsentieren daher keine vollständige Darstellung der IST-Situation. Innerhalb der „weißen Flecken“ in der Landkarte ist also durchaus ein gewisser Versorgungsgrad mit Breitbandinternet vorhanden.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Wie erfolgt der Glasfaser-Breitbandausbau?

Der Ausbau der Glasfasernetze außerhalb der Ballungsgebiete erfordert hohe Investitionen. Für die Telekommunikationsanbieter ist dies aufgrund der geringen Anschlussdichte häufig unwirtschaftlich.
Für die flächendeckende Erschließung des ländlichen Raumes braucht es daher die Unterstützung der öffentlichen Hand.

Die länderspezifisch unterschiedliche Herangehensweise zeigt das große Möglichkeitsspektrum in der geplanten Umsetzung.

In Niederösterreich soll die „NÖ Glasfaser-Infrastruktur-Gesellschaft“ die Planung und den Ausbau von Glasfaser-Infrastruktur koordinieren, und die Gemeinden unterstützen. Die Zielsetzung ist ein flächendeckender Ausbau der Breitbandversorgung bis 2030.

Ausgehend von der Grobplanung – diese wird für Niederösterreich voraussichtlich bis Ende 2017 flächendeckend vorliegen – sollen im ersten Schritt bei allen Tiefbau- und Straßenbauprojekten eine zweckmäßige Mitverlegung von Leerrohren durchgeführt werden. Bei entsprechendem Interesse der Bevölkerung können komplette Ausbaulose betriebsfertig errichtet werden, dies setzt jedoch das Erreichen bzw. Überschreiten festgelegter Anschlussquoten voraus.
Für einen raschen, flächendeckenden Ausbau der Glasfasernetze ist daher das Interesse der Bevölkerung ebenso wichtig wie die Unterstützung von Kommunen, Länder und Bund.

Die niederösterreichischen Gemeinden sollten daher die Initiative ergreifen, und die Chance nutzen. Nur so kommt Glasfaser bis ins Haus.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

In welcher Form sind die Hydro Ingenieure für den Glasfaser-Breitbandausbau tätig?

Das Leistungsspektrum der Hydro Ingenieure Umwelttechnik GmbH reicht von der Projektidee bis zum fertigen Produkt.

Unsere Dienstleistungen zum Glasfaser-Breitbandausbau stimmen wir genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden ab.

Zuletzt aktualisiert am 2. April 2016 von Andi Weißensteienr.

Was ist FTTH/FTTB/FTTC?

Die sind international gängige Begriffe für die Glasfasertechnik

FTTH: Fiber to the Home (Glasfasaser bis in die Wohnung)
Es handelt sich um ein lokales Netz, das von einer Ortszentrale bis in die Wohnung einschließlich der gebäudeinternen Verkabelung aus Glasfaserleitungen besteht.

FTTB: Fiber to the Building
Die Glasfaserleitungen werden bis zum Gebäude geführt, während innerhalb des Gebäudes Kupfer-, Koaxial- und/oder LAN-Kabel verwendet werden

FTTC: Fiber to the Curb oder Cabinet
Die Glasfaserleitungen enden in einem Straßennetzknoten, der sich nahe dem Endkunden befindet. Auf der letzten Wegstrecke werden Kupfer- (bei FTTC/VDSL-Netzen) oder Koaxialkabel (bei Kabel-/DOCSIS 3-Netzen) verlegt. FTTC ist ein Zwischenschritt in Richtung FTTH.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Was versteht man unter dem Begriff „POP“?

Der Point of Presence wird auch als Central Office (CO) oder Ortszentrale bezeichnet und dient als Konzentrator für ein lokales optisches Zugangsnetz.

Der POP ist eine Räumlichkeit innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes (z.B. auch in Containerbauweise möglich), in welcher die ankommenden und abgehenden Glasfaserkabel (Lichtwellenleiterkabel) zusammengeführt werden. Dabei fassen die dazwischenliegenden, aktiven Netzkomponenten den Datenverkehr von vielen Hausanschlüssen zusammen, und leiten die Daten in das übergeordnete Netz weiter.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Was versteht man unter dem Begriff „Backhaul“?

Als „Backhaul“ wird die Zubringerleitung zur Anbindung der Ortzentrale (POP) an das übergeordnete Netz bezeichnet.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Was versteht man unter dem Begriff „Feeder“?

Als Feeder wird die Zone zwischen der Ortszentrale (POP) und den untergeordneten Verteilern bezeichnet. Sie umfasst die Hauptverbindungen im örtlichen Verteilnetz.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Was versteht man unter dem Begriff „Drop“?

Als Drop wird die Zone zwischen der den untergeordneten Verteilern und den Hausanschlüssen bezeichnet. Sie umfasst die unterste Verteilebene vom Hausanschlussverteiler (Faserverteiler) bis zu den einzelnen Hausanschlüssen.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Was versteht man unter dem Begriff „Faserverteiler“?

in Faserverteiler ist üblicherweise ein passiver Netzkotenpunkt, d.h. es gibt in der Regeln keine aktiven Umsetzer. Im Faserverteiler enden einzelnen Fasern der Glasfaserkabel (Lichtwellenleiter) bzw. werden mit andere Glasfaserkabel verbunden (gespleißt).

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.

Was versteht man unter dem Begriff „Subduct“ bzw. „Mikrorohr“?

Ein Subduct ist ein Mikrorohr mit einem geringen Durchmesser (oftmals kleiner als 1 cm), welches zum Einblasen von Glasfaserkabeln (Lichtwellenleiterkabeln) geeignet ist.

Zuletzt aktualisiert am 31. März 2016 von Andi Weißensteienr.